Alprostadil: Potenzmittel in Form einer Creme?

01. Juni 2015

Alprostadil: Potenzmittel in Form einer Creme?Alprostadil ist eine Substanz, die in der Medizin normalerweise zur Förderung der Durchblutung und zur Gerinnungshemmung eingesetzt wird. Aufgrund der erstgenannten Wirkweise kann sie in der Theorie grundsätzlich auch als Potenzmittel verwendet werden.

Das Problem ist hierbei jedoch, dass sie per Injektion in den Schwellkörper des Penis injiziert werden muss. Da eine solche Injektion recht schmerzhaft sein kann, bevorzugen die meisten Männer klassische Potenzmittel, die oral eingenommen werden können. Alprostadil hat sich daher als Potenzmittel nie wirklich durchgesetzt.

Mit Hilfe von Zusatzstoffen soll es dem Pharmakonzern Hexal allerdings nun gelungen sein, Alprostadil in Form einer Creme als Potenzmittel einzusetzen. Der Wirkstoff würde auf diese Weise auf eine recht schonende Weise in den Körper gelangen – weder auf oralem Wege, noch als schmerzhafte Injektion. Dennoch würden die lästigen Erektionsstörungen temporär verschwinden.

Wie funktioniert die Creme?

Vertrieben wird die Creme unter dem Namen Vitaros. Sie soll dafür sorgen, dass sich die Muskeln im Genitalbereich entspannen. Dadurch soll vermehrt Blut durch den Penis fließen, weshalb bei einer sexuellen Stimulation eine Erektion entstehen kann. Auf diese Weise bekommt der Patient einen steifen Penis, obwohl er normalerweise unter Erektionsstörungen leidet.

Die Creme Vitaros enthält zum einen den Wirkstoff Alprostadil, zum anderen diverse Zusatzstoffe, die eine Aufnahme über die Haut überhaupt erst ermöglichen. Sie sorgen für eine Erweiterung des Gewebes, wodurch die Moleküle der Creme in das Innere des Körpers gelangen können.

Wie wird Vitaros in der Praxis verwendet?

Vitaros wird auf die Eichel aufgetragen und mit den Fingerspitzen leicht einmassiert. Mit der Zeit zieht die Creme dann ein und tut ihr Werk. Natürlich wird die aufgetragene Creme nicht zu 100% vom Körper absorbiert, weshalb die Reste nach einiger Zeit mit einem Taschentuch entfernt werden sollten.

Es verstreichen bis zu 30 Minuten bis die gewünschte Wirkung eintritt. Vitaros unterscheidet sich diesbezüglich also kaum von oralen Potenzmitteln wie Viagra und Co. Die Wirkung hält etwa über einen Zeitraum von zwei Stunden hinweg an. Dabei sollte man bedenken, dass man die Creme nur einmal am Tag (= nur alle 24 Stunden) einsetzen sollte.

Bevor Sie Vitaros in der Praxis verwenden, sollten Sie die Packungsbeilage studieren, um sich über eventuelle Neben- und Wechselwirkungen zu informieren. Bisher werden die Nebenwirkungen allerdings als deutlich schwächer eingeschätzt, als es bei oralen Potenzmitteln sonst der Fall ist.

Es könnte bei der Anwendung jedoch zu Hautrötungen kommen, wenn man sensibel auf Vitaros reagiert. Hier empfiehlt es sich, die Creme auf eine beliebige Hautpartie aufzutragen und zu schauen, ob es zu Hautirritationen oder zu einer allergischen Reaktion kommt.