Diabetes und Impotenz – Der verheerende Zusammenhang

21. Mai 2014

Diabetes und Impotenz - Der verheerende ZusammenhangDiabetes mellitus (bedeutet soviel wie honigsüßer Durchfluss) ist eine chronische Stoffwechselkrankheit, bei der es zu einer Überzuckerung des Blutes kommt. Diese Überzuckerung wird in der Medizin mit den Fachbegriff Hyperglykämie bezeichnet. Bei Diabetikern herrscht ein chronischer Insulinmangel oder aber, das Insulin erreicht im Körper nicht mehr die gewünschte Wirksamkeit.

Wir möchten an dieser Stelle nicht auf die reine Diabetes eingehen (wer sich dafür interessiert, der schaut am besten bei Wikipedia vorbei), sondern auf den Zusammenhang zwischen Diabetes und Impotenz.

Wie häufig sind Diabetiker von Impotenz betroffen?

Grundsätzlich geht man davon aus, dass man als Diabetiker eine doppelt bis dreifach so hohe Wahrscheinlichkeit gegenüber Nicht-Diabetikern hat, früher oder später an Impotenz zu erkranken. So gesehen leidet also jeder zweite männliche Diabetiker an Erektionsstörungen.

Das heißt, es wird eine Münze geworfen?

Nein, das stimmt nicht. Diabetes vom Typ-II ist eine Krankheit, die viel von Lebensstil und Ernährung abhängt. Je ungesünder man lebt, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit an Diabetes zu erkranken. All die ungesunden Gewohnheiten, die zu Diabetes führen können, können parallel auch zu Impotenz führen. Es ist daher nicht verwunderlich, dass der Anteil an Männern mit Erektionsstörungen bei Diabetikern so groß ist.

Impotenz ist häufig eines von vielen Symptomen, die durch Diabetes ausgelöst werden. Manchmal ist es sogar so, dass Erektionsstörungen auftreten, bevor überhaupt die Diabetes diagnostiziert wurde. Der Körper zeigt einem damit, dass man etwas an seinem Lebensstil ändern muss, bevor die Symptome sich noch weiter verschlimmern und noch mehr Krankheiten ausbrechen.

Wieso genau schadet Diabetes der Potenz?

Bei Diabetikern sind die Blutzuckerwerte ständig zu hoch. Dies sorgt dafür, dass Gefäße und Nervenbahnen geschädigt werden. Gesunde Gefäße und Nervenbahnen sind Grundelemente, die vorhanden sein müssen, wenn man eine Erektion bekommen möchte. Die Blutgefäße sorgen für einströmendes Blut, welches eine Zeit lang im Penis verweilen sollte, die Nervenbahnen sorgen für die richtige Kommunikation zwischen Gehirn und Penis. Das Gehirn muss dem Penis mitteilen, dass er sich aufrichten soll, der Penis muss dem Gehirn mitteilen, dass er stimuliert wird.

Wenn nun aber Blutgefäße und Nervenbahnen geschädigt sind, kann das Blut sich nicht im Penis stauen und das Gehirn bekommt gar nicht mit, wenn der Penis stimuliert wird. Diabetes ist also an verschiedenen Schauplätzen tätig, was den negativen Effekt natürlich verstärkt.

Des Weiteren ist der Testosteronwert bei Diabetikern häufig niedriger als bei gesunden Männern. Dies führt dazu, dass die Libido schwächer wird, ebenso wie die Erektion selbst.

Was kann man tun, wenn man unter Diabetes und Impotenz leidet?

Es gibt genau zwei Baustellen, die man beheben sollte, wenn man unter Diabetes und Impotenz leidet:

  • Diabetes
    Man sollte die Diabetes nicht unbehandelt lassen und dafür sorgen, dass der Blutzuckerwert immer im Rahmen bleibt. Außerdem sollte man auf regelmäßige Bewegung und eine gesunde Ernährung achten. Übergewicht sollte natürlich abgebaut werden, sofern es vorhanden ist.
  • Erektionsstörungen
    Erektionsstörungen werden am effektivsten mit PDE-5 Hemmern behandelt, wie zum Beispiel Viagra, Cialis oder Levitra. Zwar gibt es auch natürliche Potenzmittel, diese sind in solchen medizinischen Fällen allerdings unbrauchbar oder eignen sich lediglich als unterstützende Maßnahmen.