Erektionsstörungen Ursachen

12. Mai 2014

Erektionsstörungen UrsachenDie Ursachen für Erektionsstörungen können recht vielfältig sein, wobei sie sich grundsätzlich auf zwei Bereiche beschränken lassen: Körperliche und psychische Ursachen. Oftmals kann es auch eine Kombination aus beidem sein. Die Verbreitung sieht dabei so aus, dass circa 80% aller Männer aufgrund von körperlichen Ursachen unter Impotenz leiden. Lediglich 20% der Patienten leiden aufgrund von psychischen Ursachen unter einer erektilen Dysfunktion.

Sowohl die körperlichen als auch die psychischen Ursachen können noch weiter unterteilt werden, wodurch eine Vielzahl von Faktoren entsteht, die mit der Krankheit in Zusammenhang stehen können. Die Ursachen können einzeln, aber auch in Kombination miteinander auftreten. In diesem Artikel möchten wir Ihnen die häufigsten Erektionsstörungen Ursachen präsentieren und erklären, wieso es dadurch überhaupt zu Impotenz kommen kann.

Körperliche Ursachen

Die körperlichen Ursachen für Erektionsstörungen lassen sich grundsätzlich in vier verschiedene Kategorien unterteilen:

  1. Schädigungen des Nervensystems, wodurch die Reize und Signale nicht weitergeleitet werden können
  2. Durchblutungsstörungen, wodurch nicht genug Blut in den Penis hineinfließen kann oder dieses zu schnell wieder abfließt
  3. Schädigungen des Schwellkörpers selbst
  4. Hormonschwankungen (je niedriger die Testosteronkonzentration im Blut, desto schwächer die Libido)

Nachdem wir die grundsätzlichen Probleme nun erklärt haben, möchten wir Ihnen die häufigsten, körperlichen Erektionsstörungen Ursachen präsentieren. Es gibt sicherlich noch weitere Faktoren, die Impotenz auf körperlichem Wege begünstigen, diese können wir jedoch nicht alle darstellen.

  • Diabetes und andere Stoffwechselerkrankungen
    Über kurz oder lang erkranken bis zu 75% aller Diabetiker an Erektionsstörungen. Je länger die Krankheit (vor allem unbehandelt) im Körper wütet, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Nerven beschädigt werden.
    Aber auch andere Stoffwechselstörungen können zu Impotenz führen, beispielsweise Erkrankungen der Nieren oder der Leber. Wenn der Fettstoffwechsel (erhöhte Blutfettwerte) gestört ist, kann es ebenfalls zum Ausbruch der erektilen Dysfunktion kommen.
  • Schädigungen der Blutgefäße
    Probleme mit den Blutgefäßen sind die häufigste Ursache für Erektionsstörungen. Wenn es zu Ablagerungen bzw. zu Verkalkungen an den Wänden der Blutgefäße kommt, dann kann das Blut nicht mehr in der vollen Geschwindigkeiten durch die Blutbahnen zirkulieren. Im Herzen führen Verkalkungen zum Herzinfarkt, im Penis führen sie zu Impotenz. Der Penis kann sich nicht mehr vollständig mit Blut füllen, weshalb er nicht mehr zum Stehen kommt. Das Blut, welches den Penis erreicht, fließt genauso schnell wieder ab.
    Probleme mit den Blutgefäßen können vielfältige Ursachen haben, wobei die Impotenz lediglich die Spitze des Eisbergs darstellt. Oftmals fungieren die Erektionsstörungen als eine Art Frühwarnsystems des Körpers, auf die noch weitere Symptome der tatsächlichen Krankheit folgen werden.
  • Nachwirkungen von Operationen
    Wenn Operationen in der Leistengegend durchgeführt werden, kann es immer mal wieder passieren, dass Nervenbahnen oder Blutgefäße beschädigt werden, die eine Impotenz nach sich ziehen. Vor allem bei Prostata- oder Darmkrebs können solche Missgeschicke passieren.
  • Schädigungen der Nervenbahnen
    Nervenbahnen sind für die Erektion wichtig, da der Penis erst vom Gehirn gesagt bekommt, was er zu tun hat. Ebenso wird vorher die Stimulation des Penis an das Gehirn weitergeleitet, welches dann die Erektion in Auftrag gibt. Sind die Nervenbahnen geschädigt, funktioniert diese Reiz- und Signalweiterleitung nicht. Zwar wird der Penis stimuliert, das Gehirn bekommt dies allerdings nicht mit. Die Folge: Der Penis bleibt schlaff.
  • Das Alter
    Erektionsstörungen treten vor allem im hohen Alter auf. Die körperlichen Ursachen, die bisher genannt wurden, treten öfter auf, je älter man wird – ergo kommt es auch öfter zu Impotenz. Grundsätzlich lässt die Durchblutung im Alter nach, das Gewebe des Penis verändert sich und auch die Empfindsamkeit nimmt stark ab.
    Diese körperlichen Veränderungen machen evolutiv gesehen auch Sinn, da ein älterer Mann nicht mehr Vater werden sollte, da er zu schwach ist, das Kind bis zum Erwachsenenalter zu ernähren.
    Aber: Sex gehört zum Lifestyle des Menschen dazu, auch ohne den Hintergedanken, dass man Kinder zeugen möchte. Die Medizin ist aber zum Glück mittlerweile so weit, dass Potenzmittel älteren Menschen weiterhelfen können.
  • Hormonstörungen
    Hormonstörungen wirken sich besonders dann auf die Potenz aus, wenn das männliche Sexualhormon Testosteron im Spiel ist. Je niedriger die Testosteronkonzentration im Blut ist, desto geringer ist auch die Libido (= die Lust auf Sex). In solchen Fällen empfehlen sich Hormonersatztherapien, bei denen der Testosteronspiegel wieder auf ein normales Level gebracht wird. Das ist insbesondere im Alter sinnvoll, da der Testosteronspiegel von Jahr zu Jahr um circa 2,5% abnimmt.
  • Medikamente
    Es gibt verschiedene Medikamente, die für Impotenz sorgen können, wie beispielsweise Betablocker, Sedative oder auch Präparate gegen epileptische Erkrankungen. Wenn solche oder ähnliche Medikamente eingenommen werden, sollte man sich vom behandelnden Arzt aufklären lassen oder die Packungsbeilage ausgiebig studieren.

All diese körperlichen Ursachen für Erektionsstörungen können durch einen falschen Lebensstil gefördert oder verstärkt werden. Wer sich beispielsweise regelmäßig Alkohol genehmigt, der zerstört auf Dauer die Nervenbahnen seines Körpers. Wer regelmäßig raucht, sorgt für Verkalkungen in den Blutgefäßen und auch sonstige Drogen wirken sich negativ auf den Organismus aus.

Abgesehen davon, sollte man darauf achten, dass man ein normales Körpergewicht (BMI 20 bis 25) hält und sich regelmäßig bewegt.

Psychische Ursachen

Auch wenn die psychischen Ursachen nur circa 20% aller Erektionsstörungen hervorrufen: Sie sind trotzdem da und tauchen oft in Kombination mit körperlichen Ursachen auf. Die Bandbreite ist vielfältig, da psychische Erektionsstörungen Ursachen ihren Ursprung auf der Arbeit, in der Beziehung oder beim Mann selbst haben können.

  • Beziehungsprobleme
    Leichte Beziehungsprobleme können den Sex verbessern, schwerwiegende Probleme können ihn zum Stillstand bringen. Wenn es in der Beziehung einfach nicht mehr klappt und man keinen Sex mehr mit dem Partner haben möchte, sollte man entweder ein klärendes Gespräch führen, eine Paartherapie besuchen oder darüber nachdenken, die Beziehung zu beenden.
  • Stress auf der Arbeit
    Wenn der Job sehr stressig ist und eventuell sogar die Karriere auf dem Spiel steht, dann sinkt das Selbstbewusstsein und die Lust auf Sex auf ein absolutes Minimum ab. Man sollte zusehen, dass man die Probleme und den Stress so schnell wie möglich beseitigt. Oftmals ist er nur temporär und lässt sich über ein paar Wochen hinweg aushalten. Wird er jedoch allgegenwärtig, sollte man den Chef fragen, ob es möglich wäre, die Belastung etwas zu reduzieren.
  • Depressionen
    Auch psychische Probleme und Depressionen können zu Impotenz führen. In diesem Fall sollte man professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.
  • Falsche Vorstellungen
    Falsche Vorstellungen können vor allem bei weniger erfahrenen Männern zu Problemen führen. Eine viel zu hohe Erwartungshaltung, selbst auferlegter Leistungsdruck, Versagensängste und Co können aus der schönsten Nebensache der Welt ein Fiasko machen. Wenn man sich zu viele Gedanken über die eigene Leistung macht, tut sich am Ende gar nichts mehr. Unser Tipp: Ein klärendes Gespräch mit dem Partner führen und die Probleme mit der Zeit ablegen.

Fazit: Erektionsstörungen Ursachen

Wie Sie sehen können, gibt es zahlreiche Ursachen für Erektionsstörungen, die jeden Mann treffen können. Impotenz ist keine Schande und kann heutzutage effektiv behandelt werden.

Hauptquelle: Lilly-Pharma.de