Hormontherapie mit Testosteron – Wie funktioniert sie?

26. Juni 2014

Hormontherapie mit Testosteron - Wie funktioniert sie?Erektionsstörungen müssen nicht zwangsläufig mit Problemen der Durchblutung zusammenhängen, sie können auch durch einen Mangel an Testosteron ausgelöst werden, der wiederum mit einer Hormontherapie behandelt werden kann. Es gibt neben dem Alter verschiedenste Gründe, weshalb es zu einem Testosteronmangel kommen kann.

Doch man muss heutzutage nicht mehr mit dem Problem leben. Die moderne Medizin kennt die Lösung in Form von Hormontherapien, die den Normalzustand ohne großen Aufwand und ohne schwere Nebenwirkungen wiederherstellen können.

Hypogonadismus

Der Fachbegriff für einen Testosteronmangel, ausgelöst durch Funktionsstörungen der Hoden, ist Hypogonadismus. Die Störung führt zu einem Androgenmangel, der sich in vielen Lebensbereichen wiederspiegeln kann, aber vor allem mit der Sexualität und dem Stoffwechsel zusammenhängt. So kann es beispielsweise zu Erektionsstörungen oder Unfruchtbarkeit kommen.

Es werden insgesamt drei Typen des Hypogonadismus unterschieden:

  • Primärer Hypogonadismus: Hier bekommen die Hoden zwar vom Gehirn den Auftrag, Hormone herzustellen, sie tun dies allerdings nicht oder lediglich in einem zu geringen Maße. Er wird auch als hypergonadotroper Hypogonadismus bezeichnet.
  • Sekundärer Hypogonadismus: In diesem Fall liegt das Problem nicht bei den Hoden selbst, sondern im Gehirn. Das Gehirn, bzw. genauer gesagt die Hypophyse, teilt den Hoden nicht mit, dass sie Hormone produzieren sollen. Dieser Fall wird auch als hypogonadotroper Hypogonadismus bezeichnet.
  • Tertiärer Hypogonadismus: Hier liegt das Problem nicht bei der Hypophyse, sondern beim Hypothalamus.

Weitere Gründe für Testosteronmangel

Der natürliche Testosteronspiegel nimmt im Laufe des Alters ab. Je älter man wird, desto weniger Testosteron hat man zwangsläufig im Blut. Doch es gibt auch Erkrankungen, bei denen sich ein Testosteronmangel bereits in jüngeren Jahren zeigen kann. Hypogonadismus gibt es beispielsweise auch bei Kindern, bei denen dann die Pubertät ausbleibt.

So können verschiedene Krankheiten, die das Gehirn beeinflussen, auch die Hormonproduktion beeinflussen, wie beispielsweise verschiedene Krebsarten oder auch gutartige Erkrankungen in der Hirnregion.

Des Weiteren sinkt der Testosteronspiegel, wenn man sich schlecht ernährt, zu viel raucht und sich wenig bewegt. Der Lebensstil spielt also auch eine entscheidende Rolle.

Was passiert, wenn der Körper zu wenig Testosteron produziert?

Die Folgen eines Testosteronmangels sind recht weitläufig:

  • Abnahme oder Verlust der Libido (Verlangen nach Sex)
  • Abnahme der Vitalität (Müdigkeit, Trägheit)
  • Erektionsstörungen
  • Schlechter Körperbau (weniger dichte Knochen, weniger Muskeln, mehr Fett)
  • Blutarmut
  • Verlust des Geruchssinns
  • Depressionen

Die Symptome zeigen relativ deutlich, dass etwas gegen einen Testosteronmangel unternommen werden muss, um die gewohnte Lebensqualität zurückzuerlangen.

Wie funktionieren Hormontherapien?

Grundsätzlich können Hormontherapien auf drei verschiedene Arten erfolgen: Oral in Form von Kapseln, über die Haut in Form von Pflastern und Gel oder per Injektion. Die verschiedenen Varianten haben alle ihre Vor- und Nachteile, auf die wir im Folgenden kurz eingehen möchten.

  • Kapseln: Einfache Form der Einnahme, der Körper muss plötzlich auf eine große Menge an Hormonen reagieren, Das Testosteron geht bei der Verdauung teilweise verloren, Organe werden belastet.
  • Pflaster und Gel: Verlustfreie Aufnahme ins Blut, stetige Abgabe einer geringen Menge Testosteron, eventuell Hautunverträglichkeit.
  • Injektionen: Man hat für einige Wochen Ruhe, Injektion sind für manche Menschen ein Problem, Unverträglichkeit muss bei Auftritt ausgesessen werden.

Quellen: Wikipedia und NetDoktor