Kann Impotenz durch Pornos ausgelöst werden?

15. Juni 2015

Kann Impotenz durch Pornos ausgelöst werden?Pornos sind ein weit verbreitetes Phänomen. Niemand spricht darüber, aber fast jeder Mann hat sie bereits mindestens einmal im Leben konsumiert. Auch die Zahl der Frauen, die sich hin und wieder einen solchen Streifen anschauen, steigt immer weiter an.

Dabei wird häufig ignoriert, dass das Konsum von Pornos zu Erektionsstörungen führen kann. Viele Männer sind sich dieses Problems nicht bewusst und wundern sich, dass sie nach jahrelangem Pornokonsum keinen steifen Penis mehr bei einer realen Frau bekommen.

Warum können Pornos zu Impotenz führen?

Die Sexualität eines Menschen ist ganz einfach nicht darauf ausgelegt, Pornos zu schauen. Normalerweise funktioniert unser Gehirn so, dass es Hormone ausschüttet, wenn wir sexuell stimuliert werden – beispielsweise durch den Anblick einer nackten Frau oder durch zärtliche Berührungen. Dabei werden besonders viele Botenstoffe ausgeschüttet, wenn wir die jeweilige Frau zum ersten Mal in unserem Leben nackt sehen.

Bei Pornos ist es so, dass wir nackte Frauen und sexuelle Handlungen im Minutentakt zu Gesicht bekommen. Das Gehirn ist mit dieser Situation überfordert und schüttet haufenweise Hormone aus. Das große Problem ist dabei, dass das Gehirn eine Toleranz aufbaut, ähnlich wie es bei Koffein oder Alkohol der Fall ist. Es benötigt also zukünftig immer mehr Reize, um überhaupt noch erregt werden zu können.

Wenn ein Mann nun jahrelang Pornos konsumiert hat, ist er komplett abgestumpft. Der Penis wird einfach nicht mehr steif, wenn er eine nackte Frau vor sich hat. Das Gehirn ist nämlich daran gewöhnt, dass es Orgien und haufenweise verschiedene sexuelle Handlungen sieht.

Kann man die Toleranzschwelle wieder senken?

Natürlich kann das Gehirn auch wieder entwöhnt werden. Die Methode ist dabei relativ simpel: Man verzichtet so gut es geht auf Pornos. In Fachkreisen spricht man davon, dass man rund 90 Tage benötigt, um einen Reboot durchzuführen. Nach dieser Zeit sollte das Gehirn wieder empfänglich für reale Reize sein.

Auf Masturbation muss man in dieser Zeit nicht zwangsläufig verzichten, allerdings bietet es sich an, da Masturbation und Pornos zwangsläufig zusammenhängen. Wenn man dem Druck nicht mehr standhält, dann sollte man allerdings zumindest nur seine Phantasie benutzen, um sich zu stimulieren. Jahrelange Pornokonsumenten haben bisweilen vergessen wie es sich anfühlt, wenn man sich sexuelle Handlungen lediglich vorstellt.

Wir können uns vorstellen, dass die Abstinenz schwer fällt. Es ist nicht schlimm, wenn man die 90 Tage beim ersten Mal nicht komplett durchhält. Der Weg weg von Pornos kann ein langer und beschwerlicher Weg sein, da das Gehirn jahrelang darauf konditioniert wurde. Wir können unseren Lesern, die unter diesem Problem leiden, nur einen Tipp mit an die Hand geben: Durchhalten!