Penispumpe gegen Erektionsstörungen – Funktioniert das?

23. Mai 2014

Medizinische PenispumpeInsbesondere im Internet machen sich viele Menschen über Penispumpen lustig. Doch ihr Ruf ist schlechter als ihre Wirkung: Penispumpen können tatsächlich bei Erektionsstörungen helfen, wenn man sie richtig verwendet. Sie helfen allerdings nur temporär bei Impotenz.

Hier erfahren Sie, wie Penispumpen funktionieren, welchen Effekt sie haben und auf welche Nebenwirkungen man achten sollte. Am Ende stellen wir Vor- und Nachteile gegenüber und geben ein kurzes Fazit ab.

Was bringt eine medizinische Penispumpe?

Eine Penispumpe kann temporär dafür sorgen, dass der Penis für eine gewisse Zeit lang erigiert bleibt, obwohl der Patient unter Erektionsstörungen leidet. Die Erektion wird auf mechanischem Wege erzeugt und mit Hilfe eines Staurings beibehalten. Auf diesem Wege kann der Patient für einige Zeit lang Sex haben – und das ohne pharmazeutische Potenzmittel.

Wie funktioniert eine Penispumpe?

Eine medizinische Penispumpe wird über den Penis gestülpt und an die Haut gepresst, sodass möglichst keine Luft in die Röhre der Pumpe gelangen kann. Nun wird die Penispumpe aktiviert, die einen Unterdruck auf den Penis erzeugt. Dieser Unterdruck kann bei den meisten Penispumpen mit Hilfe eines Vakuumreglers verstärkt oder abgeschwächt werden – je nachdem, ob es sich um eine automatische oder eine manuelle Penispumpe handelt.

Der Unterdruck der Penispumpe sorgt nun innerhalb weniger Sekunden dafür, dass Blut in den Penis hineinströmt und es so zu einer Erektion führt.

Mit Hilfe eines beigelegten Staurings, der über den Penis gestülpt wird, wird die Erektion nun für einige Zeit lang aufrecht erhalten, sodass normaler Geschlechtsverkehr möglich ist.

Nebenwirkungen

Man sollte darauf achten, dass man nur den Druck erzeugt, den man auch benötigt, um eine Erektion zu bekommen. Des Weiteren sollte auch der Stauring nicht allzu lange auf dem Penis verweilen. Es könnte zu einer Stauung des Blutes kommen, ähnlich wie bei einer Dauererektion, die infolge einer Überdosierung von Potenzmitteln auftreten kann. Man muss bei der Anwendung definitiv vorsichtig sein, wenn man sein Glied nicht rot oder blau färben möchte.

Achtung: Ein Blutstau über einen längeren Zeitraum hinweg kann zum Absterben des Gewebes im Schwellkörper führen. Halten Sie sich also unbedingt an die Anleitung und befragen Sie notfalls einen Arzt.

Vor- und Nachteile der Penispumpe

Die Penispumpe hat Vor- und Nachteile, die wir Ihnen im Folgenden vorstellen möchten:

  • Keine Medikamente nötig
    Wer seine Erektionsstörungen mit Hilfe einer Penispumpe therapiert, der muss keine Medikamente einnehmen, die den Körper auf Dauer belasten können.
  • Verheimlichung nicht möglich
    Viele Männer möchten Ihre Erektionsstörungen verheimlichen, was mit Viagra und Co nicht schwer ist. Wer allerdings eine Penispumpe und einen Stauring nutzt, der kann dies nur schwer verheimlichen.
  • Übung nötig
    Es dauert ein wenig, bis man sich an die Penispumpe gewöhnt hat. Bis dahin gilt: Übung macht den Meister.
  • Unangenehmes Gefühl
    Viele Patienten sprechen davon, dass die Anwendung der Penispumpe unangenehm bis schmerzhaft ist. Dieses Empfinden ist allerdings von Patient zu Patient unterschiedlich.
  • Keine Bekämpfung der Ursachen
    Auch wenn die Penispumpe funktioniert, ist sie keinesfalls ein Ersatz für die Behandlung der eigentlichen Ursachen der Impotenz.
  • Viel Aufwand
    Die Anwendung der Penispumpe ist relativ aufwendig. Eine Pille einzuschmeißen hingegen nicht.

Fazit: Medizinische Penispumpe

Die medizinische Penispumpe spaltet die Geister: Einige schwören darauf, andere kommen gar nicht damit klar.

Wer Interesse daran hat, eine Penispumpe auszuprobieren, der sollte es einfach einmal tun. Wir finden den Aufwand allerdings zu groß und hätten Angst, dass es zu einem Blutstau oder ähnlichen Nebenwirkungen kommt. Wir empfehlen daher weiterhin pharmazeutische Potenzmittel, die sich bisher bewährt haben.

Weiterführende Informationen: Wikipedia