Testosteron-Therapie stellt kein Gesundheitsrisiko dar

05. November 2014

Testosteron-Therapie stellt kein Gesundheitsrisiko darDie Testosteron-Therapie für den Mann stand lange Zeit in der Kritik, da sie sich angeblich negativ auf das Herz-Kreislauf-System auswirken würde. Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA – European Medicines Agency) hat diesen Fall allerdings nun neu prüfen lassen und kam zu dem Ergebnis, dass eine Testosteron-Therapie kein Gesundheitsrisiko darstellt, sofern denn wirklich ein Testosteronmangel vorliegt.

In welchen Fällen kann also eine Testosteron-Therapie bedenkenlos durchgeführt werden und in welchen sollte man besser darauf verzichten?

Allgemeine Informationen über die Behandlung

Bei der Testosteron-Therapie handelt es sich um eine Hormontherapie, bei der ein Testosteronmangel beim Mann ausgeglichen und der Testosteronspiegel wieder auf einen normalen Wert zurückgebracht werden soll. Dies kann beispielsweise dann der Fall sein, wenn der Testosteronspiegel altersbedingt überdurchschnittlich unter den Normalwert gesunken ist oder diverse Krankheiten und/oder der Lebensstil dafür gesorgt haben, dass es dazu kam.

Die Behandlung ist nicht dafür gedacht, dass Athleten oder besonders männliche Kerle ihren Testosteronspiegel künstlich nach oben pushen, um zum Beispiel den Fettabbau und den Muskelaufbau anzukurbeln. Wäre dies gegeben, würde es sich im Fall des Profisports um Doping handeln – normale Männer würden lediglich ihre Gesundheit aufs Spiel setzen.

Die große Frage ist, ob eine Behandlung durchgeführt werden soll, wenn der Testosteronwert nur altersbedingt gesunken ist (und zwar im normalen Maße). Darüber gibt es bisher noch keine Studie, weshalb keine konkrete Aussage zu diesem Thema getroffen werden kann.

Testosteron-Therapie nur bei echtem Testosteronmangel

Zuerst einmal gilt: Die Testosteron-Therapie sollte nur dann zum Einsatz kommen, wenn der Patient die typischen, körperlichen Symptome eines Testosteronmangels zeigt und die Laborwerte bestätigen, dass der Spiegel unter dem Normalwert liegt. Im Idealfall mit Begründung (Krankheit, Lebensstil etc.).

Des Weiteren sollten die Leber- und Nierenwerte und das Herz kontrolliert werden. Gibt es an diesen Stellen Probleme, empfiehlt sich die Hormontherapie nicht.

Spricht nichts gegen die Therapie, sollte sie unbedingt durchgeführt werden, da sie sich positiv auf die körperliche und psychische Verfassung des Patienten auswirkt. Außerdem senkt die Therapie das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, aber eben nur dann, wenn ein Testosteronmangel vorliegt.

Wer eine Testosteron-Therapie mit Hilfe einer Crème durchführen möchte, dem empfehlen wir Testogel.

(Quellenangabe für diesen Artikel)